Die Stadt San Fernando
Die Mitte der Insel beherrscht eine nur 1,5 Kilometer breite und sechs Kilometer lange Landzunge. Hier, zwischen Es Pujols und dem südlichen Teil Formenteras befindet sich der kleine Ort San Fernando.
Etwa 1000 Einwohner leben hier, die meisten vom Tourismus und der Fischerei. Seit etwa 1960 war der Ort und speziell seine berühmte Bar „Fonda Pepe“ Treffpunkt von Aussteigern und Hippies. Auch heute noch lebt in dieser Bar ein Stück des damaligen Lebensgefühls weiter. Besonders in den Abend- und Nachtstunden ist sie ein beliebter Treffpunkt für Einheimische wie Touristen. Hier lernt man ganz ungezwungen neue Leute kennen oder erholt sich vom zurückliegenden Tag.
Direkt neben der Bar liegt eine andere Welt: Hier steht eine der drei Kirchen Formenteras, die es wert ist, besichtigt zu werden. Sie erscheint in einer typisch für diese Region gehaltenen Bauweise und bietet auch im Inneren kunstvoll gearbeitete Details. Hier kann man sich niederlassen und einen Augenblick zur Ruhe kommen, das Ambiente lädt richtiggehend dazu ein.
Der Kirchplatz davor ist Ort für viele Feste, geplante oder auch ganz südländisch-spontane. Er bietet eine ganz besondere Atmosphäre, besonders bei Nacht. Fest im Terminkalender Formenteras sowie seiner Einwohner und Gäste steht das Fest am 30. Mai. Dazu finden auf diesem Platz Open-Air-Konzerte von diversen Bands meist balearischer Herkunft statt.
Der Ort San Fernando hat einen weiteren Vorteil: Er liegt ziemlich genau in der Mitte der Insel und so werden sämtliche Orte sehr schnell erreicht, sei es im Norden La Savina oder Es Pujols im Osten die Hochfläche La Mola oder ganz im Süden das Cap La Barbaria mit einem alten Wachturm. Die gesamte Insel ist relativ flach, so kann man fast alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Ideale Wege, in landschaftlich herrlicher Lage laden dazu ein.
Das Klima auf Formentera ist sehr mild, das ganze Jahr hindurch. Selbst in den Wintermonaten werden selten Temperaturen unter 10 Grad gemessen. Für einen Urlaub hier spricht auch die Tatsache, dass die Zahl der Regentage sehr niedrig ist.
Eine weitere Besonderheit San Fernandos ist die einzige Gitarrenbauschule der Welt. Hier kann man lernen, seine eigene Gitarre zu bauen: Ein schönes Mitbringsel aus einem unvergesslichen Urlaub.
Zum Wohlfühlprogramm eines Aufenthaltes hier gehört auch die inseltypische Küche. Sie besteht zu großen Teilen aus verschiedenen Fischgerichten und weiteren Delikatessen aus dem Meer, größtenteils direkt vor der Haustüre gefangen.
Und erwischt man trotzdem einen Regentag, kann man ihn beispielsweise im Museum in San Francesc Xavier, auf spanisch San Francisco Javier, verbringen. Oder schon Pläne schmieden für den kommenden Tag, für ein weiteres Abenteuer in und um San Fernando.
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